Keine Zeit? Zu traditionell? Der Golfsport muss sich in unserer schnelllebigen Zeit einiger Kritik stellen. Der Ausweg kommt aus den USA: Topgolf will den Sport mit Golf-Entertainment zukunftsfit machen.
Topgolf füllt eine Lücke und bringt Menschen mit dem Golfsport in Berührung, die sonst keinen Schläger schwingen würden – als virtuelles, digitales Erlebnis für Familien und Freunde, für Golfer und vor allem Nicht-Golfer, ganz ohne Verpflichtungen. Auf 40.000 m² entsteht mehr als nur eine Driving Range der Zukunft: bis zu drei Stockwerke, über 100 Abschlagsboxen, ein über 200 Meter langes Außenfeld mit dartscheibenartigen Zielen, dazu Restaurant, Eventbereich und zwei Bars mit raumfüllender Leinwand.
Chips in den Bällen und die aus dem TV bekannte Toptracer-Technologie zeigen Ballflug, Daten und Statistiken an. Laut David Speiser, CEO von Lizenznehmer Greenreb, haben über die Hälfte der Gäste keine Vorerfahrung. Man versteht sich nicht als Ersatz für eine 18-Loch-Runde, sondern klar als Zubringer für den Golfsport.
Wenn man einen Samstagabend verbringen will, soll es preislich indifferent sein, ob man essen und ins Kino geht oder zu Topgolf kommt.David Speiser, CEO Greenreb
Weltweit gibt es 63 Topgolf-Venues in vier Ländern; in Dubai kommt bald einer hinzu. Neben Mitteleuropa ist vor allem Asien Expansionsmarkt. Der erste Standort im deutschsprachigen Raum steht bereits fest; im Raum Wien gab es erste, positive Gespräche mit Landbesitzern und Behörden.

